Wohnhausbrand in Netzstuhl
Netzstuhl/Windberg - Lkr. Straubing-Bogen. Am Samstagmorgen, 4. Juni 2011 um 6.41 Uhr löste die Integrierte Leitstelle Straubing einen Großalarm im Gemeindegebiet Windberg aus. Ein Wohnhaus im abgelegenen Ortsteil Netzstuhl stand in Vollbrand und wurde durch die Nachbarschaft gemeldet. Die Bewohner, ein 40jähriges Ehepaar wurden durch das Einatmen von Rauchgasen leicht verletzt. Die Ehefrau war durch „Knall- und Knistergeräusche“ wach geworden. Als sie den Geräuschen nachging, schlugen ihr im Flur bereits lichterloh die Flammen entgegen. Geistesgegenwärtig weckte sie ihren Mann und beide konnten rechtzeitig das brennende Holzhaus verlassen. „Hab und Gut mussten sie allerdings in der Eile alles zurücklassen“ berichtete Kreisbrandinspektor Reinhard Krieger später. Er war gemeinsam mit Kreisbrandrat Johann Leidl und Kreisbrandmeister Horst Hagn als Führungskraft des Landkreises bei dem Einsatz von rund 70 Feuerwehrleuten vor Ort. Die Feuerwehren Windberg, Hunderdorf, Au vorm Wald, Steinburg, Degernbach und Bogen kämpften gegen die Flammen, des bereits beim Eintreffen in Vollbrand stehenden Holzhauses. Ein gezielter Innenangriff durch Träger des schweren Atemschutzes war durch den Vollbrand in allen Etagen des Hauses nicht mehr möglich. Der Hund der Familie konnte nicht lebend gerettet werden. Auch der vor dem Haus geparkte Jeep wurde stark beschädigt. Durch ihr beherztes Eingreifen konnten die Feuerwehren jedoch ein Übergreifen des Feuers auf den Waldbestand verhindern. Hier kamen dem Feuerwehreinsatz die Niederschläge der letzten Tage nach der langen Trockenperiode und die Windstille zu Hilfe. Die vorhandene Wasserversorgung durch eine B-Leitung von einem Hydranten und eine weitere B—Leitung gespeist von den Tanklöschfahrzeugen reichte aus, um den Brand relativ schnell unter Kontrolle zu bringen. Schwierig hatte sich anfangs die Zufahrt zu dem abgelegenen Holzhaus gestaltet, aber die sofortige Hilfe und Einweisung durch Nachbarn, die auch den Brand gemeldet hatten, erwies sich als äußerst vorbildlich und hilfreich, wie Einsatzleiter Kommandant Gerhard Mühlbauer von der Feuerwehr Windberg berichtete. Der Rettungsdienst musste die Hausbewohner glücklicherweise nur ambulant behandeln. Beamte der Polizeiinspektion Bogen sowie Ermittler der Kripo Straubing vermuteten nach ersten Ermittlungen einen technischen Defekt in der Elektrik des Hauses. Der Sachschaden wurde vorerst auf rund 150.000 Euro geschätzt. Erst letzte Woche hat die Feuerwehr Windberg eine neue Wärmebildkamera erhalten. Sie leistete für die Nachlöscharbeiten sehr wertvolle Dienste. Das komplett ausgebrannte Gebäude konnte als „abgelöscht und abgekühlt“ ohne weitere Brandwache um 10.30 Uhr von der Feuerwehr verlassen werden.
Quelle: KFV-Pressereferentin Irmgard Hilmer

