Tragisches Bahnunglück: Frau springt mit Baby vor fahrenden ICE
08.01.2010 - Radldorf. In Radldorf sind am Freitag eine 33-jährige Mutter und ihr Sohn von einem ICE angefahren und getötet worden. Nach Informationen der Polizei waren die Opfer im Bahnhof von Radldorf-Perkam (Landkreis Straubing-Bogen) von dem Schnellzug erfasst worden. Der ICE war von Wien nach Frankfurt/Main unterwegs.
Im Auto der Frau, welches in Bahnhofsnähe abgestellt war, wurde durch die Ermittler ein Abschiedsbrief gefunden. Demnach haben gesundheitliche Probleme die Frau zu dem Suizid getrieben, berichtete ein Polizeisprecher. Die Kripo Straubing geht derzeit von einer Suizidhandlung aus.
Die rund 150 Fahrgäste wurden zur Weiterreise mit Bussen nach Regensburg gebracht, die Bahnstrecke blieb zunächst komplett gesperrt. Der 35-jährige Lokführer erlitt einen Schock, wurde vom Rettungsdienst ambulant versorgt und von einem Seelsorger betreut.
Der Bahnstreckenabschnitt zwischen Straubing und Regensburg ist derzeit (Stand: 14.45 Uhr) immer noch in beide Richtungen komplett gesperrt.
Der Notfallmanager der Bahn, welcher auch über die Freigabe der Bahnstrecke entscheidet, sowie mehrere Notfallseelsorger waren vor Ort. Eingesetzt waren neben mehreren Polizeikräften unter anderem die Feuerwehren aus Perkam, Rain und Radldorf.
Quelle: Straubinger-Tagblatt / idowa.tv

