Rettungsleitstelle veröffentlicht Einsatzzahlen 2008
18.06.2009 - Rund 7500 Telefonate führen die Mitarbeiter der Rettungsleitstelle Straubing pro Monat. Wenn sie unter der Nummer 19222 alarmiert werden, muss es schnell gehen: Täglich werden etwa 150 Einsätze koordiniert und betreut. 32 Rettungsdienstfahrzeuge und die Einsatzfahrzeuge der Hilfsorganisationen von BRK, MHD, Berg- und Wasserwacht bilden die Basis dafür. Am Donnerstag wurden die Einsatzzahlen für das Jahr 2008 veröffentlicht.
Laut Gerhard Kleeberger, Leiter der Rettungsleitstelle, wickelte sein Team 53151 Vermittlungen ab. Der Rettungsdienstbereich Straubing umfasst die Landkreise Straubing- Bogen, Deggendorf und Regen sowie die kreisfreie Stadt Straubing. Insgesamt ist man somit für 340224 Einwohner zuständig. Sämtliche Einsätze in diesem Bereich werden von der BRK-Rettungsleitstelle Straubing koordiniert. Hierzu stehen an zwölf Rettungswachen sieben Notarzteinsatzfahrzeuge, jeweils zwölf Rettungs- und Krankentransportwagen sowie ein Rettungshubschrauber zur Verfügung.
Hinzu kommt noch die Alarmierung von Berg- und Wasserrettung, Rettungshundestaffeln, Helfer-vor- Ort-Stationen, Schnelleinsatzgruppen und Notfallseelsorge. Für diese verantwortungsvolle Aufgabe ist die Rettungsleitstelle rund um die Uhr mit qualifiziertem Personal besetzt.
2008 waren 19 Hauptamtliche im Dienst. Sie brauchen gute Nerven und Einfühlungsvermögen, um Menschen in medizinischen Notlagen rasch und effektiv die richtige Hilfe zukommen zu lassen.
Starker Rückgang bei Krankentransporten 19037 Krankentransporte – über 800 weniger als im Vorjahr – wurden nach Auskunft von Kleeberger 2008 absolviert. Den Rückgang führt er darauf zurück, dass für Dialysefahrten vermehrt Privatanbieter in Anspruch
genommen werden. Zu 6505 Notfalleinsätzen mussten die Fahrzeuge von BRK und MHD ausrücken, bei 11617 Einsätzen war ein Notarzt erforderlich. Den Großteil davon (7196) machten internistische Notfälle aus, hier verzeichnete Kleeberger ein Plus von 437. Gesunken ist hingegen die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen ein Notarzt eingreifen musste: Mit insgesamt 844 waren es 144 weniger als noch 2007. Die Luftrettung wurde zu 1855 Einsätzen gerufen, 66 mehr als 2007. Darüber hinaus wurden 352 Interhospitaleinsätze von den Rettern in Weiß abgearbeitet. Dabei handelt es sich um Verlegungen zu Kliniken beziehungsweise Ambulanzfahrten zu Arztpraxen, bei denen die Begleitung eines Arztes erforderlich ist. Statistisch gesehen ein durchschnittliches Jahr Landrat Alfred Reisinger, zugleich Vorsitzender des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, sowie Alois Lermer und Helmut Steinbauer, Geschäftsführer des Rettungszweckverbands, dankten den Mitarbeitern der Rettungsleitstelle für ihre professionelle Arbeit. Statistisch gesehen könne man 2008 als durchschnittliches Jahr bezeichnen, dennoch erinnerte Reisinger an einige besondere Einsätze, darunter Unfälle entlang der A3, der Brand eines Altenheims in Geiselhöring und zwei Busunfälle. „Die Rettungskette hat immer rasch und reibungslos funktioniert.“ Mit der Integrierten Leitstelle (ILS) in Straubing würden Qualität und Effizienz weiter verbessert, so Reisinger. Der Neubau an der Siemensstraße liege im Zeitplan, allerdings könne der Betrieb nicht wie geplant im Februar 2010, sondern frühestens im Juni aufgenommen werden. Grund seien Verzögerungen beim Förderantrag, den der BRKLandesverband als ILS-Betreiber an die zuständige Regierung von
Schwaben gestellt hat. Abschließend gab Alois Lermer noch bekannt, dass Deggendorf ab Herbst einer von sieben bayerischen Standorten zum arztbegleiteten Patiententransport sein wird. - ola -
Quelle: Straubinger Tagblatt

