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Neun Verletzte und kilometerlange Staus auf der A3

Neun Verletzte und kilometerlange Staus auf der A3
Ein Belgier in einem VW Bora bremste zu spät und verursachte eine Kettenreaktion auf der A3, bei der acht Menschen verletzt wurden − drei davon schwer.  − Foto: Feuerwehr

29.06.2011 - Metten/Deggendorf.  Drei Schwer- und fünf Leichtverletzte hat ein Unfall am Mittwochabend auf der Donaubrücke Deggenau gefordert. Ein Belgier bemerkte auf der A3 zu spät, das sich vor ihm ein Stau gebildet hatte und löste eine kleinere Kettenreaktion mit schwerwiegenden Folgen aus. Weil zwei Spuren der Autobahn für die Bergung gesperrt werden mussten, bildete sich ein bis zu fünf Kilometere langer Rückstau und auch auf den Umleitungsstrecken war jede Menge los.

 

Nach Angaben der Verkehrspolizei hatte sich um 19.25 Uhr auf der Donaubrücke Deggenau Richtung Passau verkehrsbedingt ein Stau gebildet. Der Fahrer eines VW-Transporters war auf der Überholspur unterwegs und trat rechtzeitig auf die Bremse. Auch eine beglische Autofahrerin in einem Audi A6 hinter ihm ging vom Gas. Anders ein Landsmann der Frau, der in einem VW Bora unterwegs war. Er konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf. Durch die Wucht wurde der Audi gegen den VW-Transporter geschoben. Im Bora und im Audi saßen insgesamt acht Personen. Alle wurden bei dem Unfall verletzt wurden − drei von ihnen schwer. Die Insassen des VW-Transporters blieben unverletzt.

Am Unfallort kümmerte sich das Rote Kreuz mit zwei Notärzten um die Verletzten. Die Deggendorfer Feuerwehr übernahm die Absicherung der Unfallstelle. Den Schaden schätzt die Verkehrspolizei auf insgesamt rund 30 000 Euro. Im Rückstau kam es zu einem weiteren kleinen Auffahrunfall, bei dem niemand verletzt wurde. Auch der Schaden bleibt mit 5000 Euro im Rahmen.

Einen Tag später krachte es auf der selben Autobahn schon wieder − dieses Mal bei Metten in Richtung. Ein Mensch kam dabei mit leichten Verletzungen davon. Weil der Abschnitt zwei Stunden lang gesperrt werden musste, mussten die Autofahrer wieder einmal jede Menge Geduld aufbringen.

Unschuldiger Auslöser dieses Unfalls war ein BMW-Fahrer, der um 5.30 Uhr ins Schleudern kam und gegen die Mittelleitplanke prallte. Der Mann stellte seinen Wagen auf der Standspur ab und wartete auf den Abschleppdienst. Etwa eine halbe Stunde später näherte sich laut Verkehrspolizei ein rumänischer Sattelzug dem abgesicherten Unfallauto. Der Brummifahrer schätzte die Situation falsch ein und stieg voll in die Eisen. Durch die Vollbremsung kam der Sattelzug ins Schleudern, fuhr gegen die Mittelleitplanke und anschließend gegen den abgestellten BMW. Der quer stehende Lastwagen blockierte die gesamte Fahrbahn.

Bis der Laster geborgen war, musste der Verkehr an der Anschluss Metten von der Autobahn gelotst werden. Auf der Gegenfahrbahn war durch umherfliegende Fahrzeugteile ein weiteres Auto beschädigt worden. Der Lkw-Fahrer wurde mit leichten Verletzungen ins Klinikum Deggendorf gebracht. Die Polizei schätzt den Schaden auf 85 000 Euro. Der Rückstau reichte zeitweise über das Autobahnkreuz Deggendorf hinaus.

 

Quelle: pnp.de

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