Massenkarambolage zwischen Hermannsdorf und Hunderdorf
12.03.2010 - Hermannsdorf / Landkreis Straubing-Bogen: Am Morgen des Freitag waren auf der Kreisstraße zwischen Hunderdorf und Straßkirchen 31 Pkw und drei Lkw in mehrere Teilunfälle verwickelt worden.
Die Aufräum- und Bergungsarbeiten konnten gegen 11.30 Uhr abgeschlossen werden. Die Zahl der Verletzten hat sich inzwischen auf 15 erhöht, sieben davon erlitten schwerere Verletzungen. Die unfallaufnehmende Polizeiinspektion Straubing hat in Absprache mit der Staatsanwaltschaft einen Gutachter in die Ermittlungen mit eingeschaltet.
Nach Angaben von mehreren Unfallbeteiligten vor Ort war die Fahrbahn nach der Franz-Xaver-Hafner-Brücke in Richtung Straßkirchen plötzlich spiegelglatt, dazu kam gegen 6.30 Uhr noch dichter Nebel. Nach ersten Erkenntnissen des Gutachters vor Ort war wohl ein abbiegender Lkw, der ebenfalls zu rutschen begann, die auslösende Ursache.
In einem "Zieharmonika-Effekt" kollidierten dann nacheinander die beteiligten Fahrzeuge, so dass insgesamt vier Teilunfälle mit unterschiedlichen Beteiligtenzahlen entstanden. Die Fahrzeuge konnten von ihren Lenkern aufgrund der Glätte zum Teil überhaupt nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden und stürzten teilweise auch über die Böschung neben der Straße.
Nachdem von mehreren Beteiligten per Notruf die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern alarmiert wurde, lief ein Großeinsatz der Rettungs- und Hilfsdienste an. Neben etwa 10 Streifenfahrzeugen der Polizei waren drei Notärzte mit weiteren 50 Helfern vor Ort.
Der Rettungshubschrauber landete direkt auf der betroffenen Kreisstraße. Mehrere Feuerwehren der umliegenden Orte brachten ebenfalls nochmals etwa 70 Einsatzkräfte vor Ort. Durch eine schnelle Einsatzgruppe des Malteser Hilfsdienstes wurde ein beheiztes Versorgungszelt aufgebaut; die Unfallbeteiligten, die nicht verletzt waren, konnten sich dort mit Decken und warmen Tee versorgen. Vertreter des Polizeipräsidiums Niederbayern halfen bei der Koordination des Gesamteinsatzes. Ein Polizeihubschrauber machte Luftaufnahmen.
Neben dem ständigen Vertreter des Polizeipräsidenten, Herrn Leitenden Polizeidirektor Anton Scherl, war auch der Landrat des Landkreises Straubing-Bogen, Alfred Reisinger, vor Ort und machte sich zusammen mit seinem Pressesprecher ein Bild der Lage.
Die betroffene Straße war zum Unfallzeitpunkt vom Kreisbauhof bereits mit einer Mischung aus Salz und Split gestreut. Fakt ist auch, dass die Straßenverkehrsordnung ganz klar vorschreibt, dass jeder Verkehrsteilnehmer - insbesondere bei widrigen Straßen- und Witterungsverhältnissen - nur so schnell fahren darf, dass eine Behinderung, Gefährdung oder Schädigung anderer jederzeit ausgeschlossen ist.
Die Straße zwischen Hunderdorf und Straßkirchen ist jeweils am Morgen und am Abend während des Berufsverkehrs stark befahren. Wegen des Unfalles musste sie bis 11.40 Uhr vollständig gesperrt werden, ist aber inzwischen wieder befahrbar. Mehrere Abschleppdienste kümmerten sich um die Bergung der verunfallten Fahrzeuge. Der Gesamtsachschaden bei dem Unfall wird von der Polizei derzeit auf rund eine Viertel-Million Euro geschätzt.
Quelle: idowa.de

