Integrierte Leitstelle nimmt Konturen an
18.11.2009 - Die Einrichtung der Integrierten Leitstelle in Straubing stand gestern bei der Versammlung des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZFR) in Deggendorf im Mittelpunkt. Zum Leiter der Stelle wurde Gerhard Kleeberger ernannt, bisher Leiter der Rettungsleitstelle Straubing. Sein Stellvertreter ist Karl Maurus.
Die neue Integrierte Leitstelle (ILS) in Straubing bildete den größten Tagesordnungspunkt bei der gestrigen Versammlung des Zweckverbands in Deggendorf. Gekommen waren der Geschäftsführer des Zweckverbands, Helmut Steinbauer, Geschäftsleiter Alois Lermer, der Verbandsvorsitzende Landrat Alfred Reisinger, Landrat Heinz Wölfl, Landrat Christian Bernreiter sowie der Oberbürgermeister der Stadt Straubing, Markus Pannermayer.
Der Verband konnte berichten, dass die Räumlichkeiten für die ILS – sie ist im neuen Rettungszentrum des Kreisverbandes Straubing-Bogen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) untergebracht – bereits fertiggestellt und nun für den Einbau der Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) bereit sind. Zukünftig sollen über die Leitstelle alle Alarmierungen laufen. Sowohl der Rettungsdienst, als auch die Feuerwehr sollen europaweit über die Nummer 112 alarmiert werden können.
Auch der Leiter der Stelle, die voraussichtlich im Juli 2010 in Betrieb gehen soll, wurde gestern zur offiziellen Ernennung bestimmt. Gerhard Kleeberger füllt von nun an das Amt aus, sein Stellvertreter ist Karl Maurus. Kleeberger empfindet die Ernennung als „große Ehre“. Er dankte dem Zweckverband für das in ihn gesetzte Vertrauen. Er selbst hielt den Verlaufsbericht über die ILS. Derzeit seien die Büroräume fertig, und auch der Strom sei schon angeschlossen. Auch konnte er berichten, dass bis Ende des Jahres zehn Disponenten fertig für ihren Dienst in der ILS seien. Bis zur Inbetriebnahme sollen es dann 14 werden.
Im Bereich der Kosten wird bei der ILS unterschieden zwischen den Betriebskosten, also den Kosten, die später während dem Betrieb anfallen, und den Erstinvestitionen. Für die Betriebskosten hat der Zweckverband etwa 340000 Euro angeschlagen, also etwa einen Euro pro Kopf der Region. Die Erstinvestitionen betragen mit 525764 Euro rund 40000 mehr, als zuerst angenommen, würden sich aber nach wie vor im Rahmen bewegen, so Alois Lermer.
Quelle: Straubinger Tagblatt

