Glück im Unglück bei Waldunfall
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Das unwegsame Waldgelände forderte die Rettungskräfte bei der Bergung eines verunglückten Waldarbeiters heraus. (Foto: ih)
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28.01.2011 - Stallwang/Ried - Lkr. Straubing-Bogen. (ih) Zu einem verhängnisvollen Unfall bei Waldarbeiten kam es am Freitagmittag im Wald von Ried, einem Gemeindeteil von Stallwang. Durch widrige Umstände wurde ein landwirtschaftlicher Waldarbeiter bei Baumfällarbeiten von einem Baum eingeklemmt. Die Meldung der Integrierten Leitstelle (ILS) an die Feuerwehren Stallwang und Konzell lautete um 11.58 Uhr neben der Ortsbezeichnung „Waldunfall/mit eingeklemmter Person/Baum auf Fuß, Durchmesser 30 cm“. Äußerst hilfreich auch der Hinweis, welches Fahrzeug an der Waldabbiegung den Weg für die Einsatzkräfte zum Verletzten weist. „Dafür hatten die umsichtigen Begleiter des Verletzten gesorgt. Sie hatten auch in vorbildlicher Weise ein Handy dabei und konnten so die Alarmierung schnellstmöglichst veranlassen“ lobte Kreisbrandinspektor Manfred Sussbauer nach getaner Arbeit. Für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gestaltete sich bereits die Anfahrt schwierig. Da der Unglücksort unterhalb eines abschüssigen, verschneiten Waldweges lag, war die Fahrt mit den schweren Einsatzfahrzeugen nicht möglich. Knapp 500 Meter weit trugen die Feuerwehrmänner das schwere THL-Gerät wie Hebekissen sowie Hebe- und Zuggerät zum Verletzen. Zentimeter um Zentimeter musste anschließend der Baum auf glattem Boden vorsichtig nach vorne gerückt werden, um den Verletzten möglichst schonend befreien zu können. Dazu musste der Baum auch gegen weiteres Abrutschen gesichert werden, um weitere Verletzungen zu verhindern. „Es war ein komplizierter Einsatz, aber durch die hervorragend gute, besonnene und behutsame Zusammenarbeit aller Beteiligten konnten wir den Verletzten an den Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben“ erklärte KBI Sussbauer als Führungskraft der Landkreisfeuerwehr und betonte: „Gott sei Dank stellten sich die Verletzungen am Bein als nicht allzu dramatisch heraus“. Äußerst hilfreich seien neben den gutausgebildeten Einsatzkräften nicht zuletzt die „Vorarbeiten“ und Sicherungen durch die Begleiter des verunglückten Waldarbeiters gewesen, sowie das Besprechen der Vorgehensweise mit dem Verletzten selbst. „Er war ansprechbar und wir konnten im „Miteinander“ die Vorgehensweise gemeinsam planen“ so Sussbauer. Jegliche denkbare Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte desweiteren von der Integrierten Leitstelle, die best- und schnellstmöglichst zur Unfallstelle hingeführt hatte und fürsorglich nachfragte, ob weitere Hilfe oder Alarmierung nötig sei. So wurde auch der Rettungshubschrauber „Christoph 15 Straubing“ zum abseits gelegenen Unglücksort dirigiert, der den Verunglückten ins Klinikum Sankt Elisabeth flog. Den Rücktransport der schweren Feuerwehrgerätschaften übernahmen zur Freude der Feuerwehrmänner PS-starke Traktoren. „Bei diesem Einsatz wäre ein Schlittenbob nicht schlecht gewesen“ gestanden KBI Manfred Sussbauer und die Beamten der Polizei lachend nach der erfolgreichen Rettungsmaßnahme.
Quelle: Irmgard Hilmer - Straubinger Tagblatt

