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Geisterfahrerin kollidiert auf der A92 mit Schulbus - eine Tote

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26.10.2009 - Deggendorf. Eine Geisterfahrerin hat am Montagmorgen auf der Autobahn 92 bei Deggendorf einen schweren Unfall verursacht. Die Frau kam bei dem Unglück ums Leben. Nach Angaben der Polizei war die Geisterfahrerin beim Autobahnkreuz Deggendorf mit einem Schulbus zusammengestoßen.

 

 

Die Unfallaufnahme- und Aufräumarbeiten waren gegen 12.15 Uhr beendet, die A92 konnte wieder für den Verkehr freigegeben werden.

 

 

Acht Kinder wurden direkt von der Unfallstelle aus in Kliniken gebracht, sechs Kinder und Jugendliche wurden vom Rot-Kreuz-Zentrum in Deggendorf aus noch in Kliniken eingeliefert oder ärztlich versorgt. Somit wurden 14 Kinder und Jugendliche leicht verletzt. Der Busfahrer, ein 48-jähriger Mann aus Deggendorf, erlitt ebenfalls leichte Verletzungen. Leicht verletzt wurden auch zwei junge Erwachsene, die sich einem am Unfall beteiligten zweiten Pkw befanden. Damit wurde eine Person getötet und 17 Menschen verletzt.

Von den verbleibenden 40 Kindern und Jugendlichen wurden 30 von den Eltern abgeholt, zehn wurden mit einem Bus zu ihren Schulen gebracht. Auch der Busfahrer konnte nach Betreuung und ärztlicher Behandlung nach Hause entlassen werden.

Neben einem Kriseninterventionsteam waren auch Notfallseelsorger, Notärzte und vier Beamte einer polizeilichen Verhandlungsgruppe zur Betreuung an der BAB und beim Rot-Kreuz-Zentrum in Deggendorf vor Ort. Durch die Polizeieinsatzleitung wurden sofort auch die sechs Schulen informiert, die der Bus anfahren sollte.

Zum Unfallhergang kann auch die Polizei derzeit keine definitive Aussage treffen: die 73-jährige Unfallverursacherin aus dem Landkreis Deggendorf dürfte aber mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der A3 in Richtung Regensburg unterwegs gewesen sein und die parallel verlaufende Ausfahrt zur A92 genommen haben. Hier bog sie dann im Kleeblatt in spitzem Winkel an der Einfahrt zur A92 Richtung Deggendorf in Fahrtrichtung München ab. Hier befuhr die Frau wenige hundert Meter - aus ihrer Sicht die linke Fahrspur - in Richtung München und kollidierte mit einem voll besetzten Schulbus.

Der Busfahrer wollte noch nach links auf die Überholspur ausweichen und rammte dabei einen gerade überholenden Pkw. Es kam trotzdem zum Frontalzusammenstoß am Bus vorne rechts, wobei das schwere Fahrzeug etwa 1,50 Meter eingedrückt wurde. Die Frau wurde in ihrem Opel eingeklemmt und erlitt tödliche Verletzungen und musste von der Feuerwehr aus dem völlig demolierten Pkw geborgen werden.

Bei der getöteten Autofahrerin ordnete die Staatsanwaltschaft Deggendorf eine Blutentnahme an, ein - wie in solch schweren Unfällen üblich - routinemäßig durchgeführter Alkotest bei dem Busfahrer war negativ. Ein Gutachter unterstützte die Polizei bei der Unfallaufnahme, von einem Polizeihubschrauber wurden Luftaufnahmen gefertigt.

Die Fahrbahn musste an der Unfallstelle später wegen Verschmutzung durch Öl gereinigt werden. Alle beteiligten Unfallfahrzeuge wurden zur genaueren Begutachtung sichergestellt, der vorne schwer beschädigte Bus des Unternehmers aus dem Landkreis Deggendorf musste mit einem Spezialfahrzeug abtransportiert werden.

Der Verkehr auf der A92 konnte zwischen der Anschlussstelle Plattling-Nord und dem Autobahnkreuz Deggendorf um 12.15 Uhr wieder ungehindert frei gegeben werden. Der Gesamtsachschaden an der Unfallstelle wird jetzt auf gesamt etwa 80.000 Euro geschätzt.

Um den Fahrtverlauf der Frau vollständig klären zu können, bittet die unfallsachbearbeitende Verkehrspolizeiinspektion Deggendorf jetzt auch unter der Tel.-Nr. 0991 / 3896-0 um weitere Zeugenhinweise: Wer konnte den Opel Astra der Frau am Autobahnkreuz Deggendorf, evtl. auch bei einem auffälligen Abbiegemanöver, beobachten?

Quelle Text: Idowa

Quelle Bilder: dpa

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