Nach Wohnungsbrand Leiche aufgefunden
03.02.2011 - Deggendorf. Das Feuer, das am Donnerstagmorgen in der Egger Straße in Deggendorf ausgebrochen war, wurde nach Ermittlungen der Polizei vorsätzlich gelegt. Laut Polizeiinformationen hat der 20 Jahre alte Tatverdächtige, den die Polizei festgenommen hatte, ein Geständnis abgelegt. Seinen Aussagen nach hat er die Frau, die die Polizei gefunden hatte, aus Beziehungsgründen getötet. Zum Tatablauf macht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen noch keine Angaben. Bei dem Opfer handelt es sich um eine 18-jährige Frau ebenfalls aus dem Landkreis Deggendorf. Sie wurde wohl in ihrer Wohnung getötet. Anschließend legte der Täter das Feuer um seine Tat zu vertuschen. Der Tatort ist weiträumig abgesperrt worden.
Ein Großaufgebot von Feuerwehren, Rettungsdiensten und Polizei wurden am Donnerstagmorgen zu einem Brand in der Egger Straße in Deggendorf beordert. Gegen 8.20 Uhr wurde im Rahmen der Löscharbeiten in einer Wohnung des Mehrfamilienhauses eine weibliche Leiche gefunden.
Nach Auskunft der eingesetzten Feuerwehren ist davon auszugehen, dass Brandbeschleuniger verwendet worden waren. Dies führte aller Voraussicht nach zu einer anfänglichen Verpuffung in den Räumlichkeiten.
Bereits gegen 8.10 Uhr kam ebenfalls über Notruf die Mitteilung über einen verdächtigen Mann, der im Deggendorfer Stadtgebiet in blutverschmiertem Zustand unterwegs sein solle und von einer Explosion gesprochen habe.
Im Bereich des Tatortes wurde ein unversperrtes Fahrzeug festgestellt, in dessen Innenraum mehrere Benzinkanister gefunden wurden. Im Zuge der Erstmaßnahmen am Tatort durch die Polizeiinspektion Deggendorf erhielt dieses Fahrzeug eine bedeutende Rolle hinsichtlich der Fahndung nach dem blutverschmierten Mann.
Intensive Fahndungsmaßnahmen - insbesondere im Stadtgebiet Deggendorf - führten dazu, dass gegen 9.15 Uhr ein Tatverdächtiger festgenommen werden konnte. Nähere Informationen über Täter bzw. Opfer können derzeit noch nicht genannt werden. Gleiches trifft auf die Motivlage und den Tatablauf zu.
Quelle: Plattlinger Anzeiger
Video: DonauTV

