Leitstellenleiter Gerhard Kleeberger sowie BRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Zschiedrich und sein Amtskollege aus Deggendorf, Gerhard Gansl, nahmen die Politikergruppe in Empfang, um gemeinsam die neuen Arbeitsräume zu besichtigen.
Die Integrierte Leitstelle (ILS) ist zuständig für Straubing, den Landkreis Straubing-Bogen, den Landkreis Regen und den Landkreis Deggendorf. Von hier aus läuft demnächst die komplette Alarmierung der Feuerwehren und des gesamten Rettungsdienstes. Dazu zählen auch Berg- und Wasserwacht sowie Technisches Hilfswerk.
Ein derart komplexes Projekt kann nicht von heute auf morgen gestemmt werden. „Es war eine Menge Vorarbeit nötig“, verdeutlichte Kleeberger. Vor allem die Dateneingabe sei ein Kraftakt gewesen: Das komplette Alarmierungssystem musste auf die aktuellen Anforderungen zugeschnitten werden. Dazu sei es beispielsweise erforderlich gewesen, alle Details des Feuerwehrbetriebs in den Computer einzugeben und eine komplett neue Datenbank aufzubauen.
Am Dienstag werden diese Daten und die Software des Einsatzleitsystems in Straubing installiert. „Dann schauen wir, ob alles passt.“ Anschließend werden die Mitarbeiter jeweils eine Woche geschult. „Der Großteil war ohnehin bereits sieben Wochen lang auf Schulung, denn alle Mitarbeiter der Leitstellen in Bayern müssen auf den gleichen Stand gebracht werden“, erklärte Kleeberger.
Die Schulungen laufen bis zum Gäubodenvolksfest, danach folgt die Feinabstimmung der Technik, und dann wird es ernst. „Ende August legen wird los“, so Kleeberger. Sechs Wochen lang laufe ein Probebetrieb, der sich nur auf den Rettungsdienst konzentriere. Ab Oktober würden auch die Feuerwehralarmierungen übernommen.