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Rettungshubschrauber ist unverzichtbarer Bestandteil der Notfallrettung

Rettungshubschrauber ist unverzichtbarer Bestandteil der Notfallrettung
Das Bild zeigt (v.l.): Stv. Landrat Willi Killinger (Landkreis Regen), Friedrich Rehkopf von der ADAC-Luftrettung, Landrat Alfred Reisinger, Straubings Bürgermeisterin Maria Stezl, Stv. Landrat Josef Färber (Landkreis Deggendorf), Gerhard Kleeberger von der Leitstelle Straubing, Geschäftsführerin Susanne Matzke-Ahl von der ADAC-Luftrettung, Geschäftsleiter Helmut Steinbauer und Geschäftsleiter Alois Lermer vom ZRF. Foto: LRA Straubing-Bogen

18.08.2010 - Straubing. Seit über 30 Jahren hebt Christoph 15 vom Luftrettungsstandort Straubing aus zu Einsätzen in Niederbayern und der Oberpfalz ab. Im vergangenen Jahr mit zunehmender Tendenz: 1.542 Einsätze legten Piloten, Notärzte und Rettungssanitäter mit dem Hubschrauber zurück. Diese beeindruckenden Zahlen konnte am Mittwoch der künftige Leiter der Integrierten Leitstelle (ILS) Gerhard Kleeberger, derzeit noch Chef der Rettungsleitstelle Straubing im Rahmen der „Straubinger Gespräche“ im Landratsamt präsentieren. Der „Gelbe Engel“ gehört damit auch weiterhin zu einem unverzichtbaren Bestandteil in der Notfallrettung, fügte Landrat Alfred Reisinger hinzu.

Zum 15. Mal konnte Landrat Alfred Reisinger als Hausherr zahlreiche Vertreter von Behörden, Rettungsleitstellen, Krankenkassen, Rettungsdiensten, Polizei, des St. Elisabeth-Klinikums sowie der Landkreise Straubing-Bogen, Deggendorf, Regen und der Stadt Straubing als Mitglieder des Zweckverbandes Rettungswesen und Feuerwehralarmierung (ZRF) begrüßen. Reisinger betonte, dass gerade für das flache Land das Rettungsmittel Hubschrauber ein unverzichtbarer Bestandteil in der Notfallvorsorge ist. „Christoph 15 ist Garant dafür, dass einem Patienten in einer Notlage schnell geholfen werden kann“. Auch für Straubings Bürgermeisterin Maria Stelzl stellte der Rettungshubschrauber als wichtiges Rettungsmittel dar, der die Lebensqualität der Menschen in der gesamten Region spürbar verbessere.

Über die Entwicklung der ADAC-Luftrettung GmbH informierte im Anschluss Geschäftsführerin Susanne Matzke-Ahl die Anwesenden. Mit knapp 46.000 Einsätzen im Jahr 2009 mit gut 41.500 versorgten Patienten habe man im vergangenen Jahr die höchste Einsatzzahl erreicht, die je von einer Hilfsorganisation geflogen wurde. Die insgesamt 45 Hubschrauber der ADAC-Luftrettung GmbH an 33 Standorten waren über 25.000 Stunden zum Wohle der Patienten in der Luft. Der Hubschrauber Christoph 15 am Standort Straubing liege voll im Trend der positiven Entwicklung der Einsatzzahlen der ADAC-Luftrettung. Im ersten Halbjahr 2010 zeige sich mit 804 Einsätzen ein Plus von 85 Flügen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und es konnte damit 80 Patienten mehr schnell und effektiv geholfen werden. Zudem ist Christoph 15 zwischenzeitlich mit dem System „Rescue Track“ ausgestattet werden, welches es den Rettungsleitstellen erlaubt, den genauen Standort und die Einsatzbereitschaft des Rettungshubschraubers mittels eines Computersystems zu ermittelt und somit eine noch effizientere Einsatzabwicklung zu ermöglichen. Auch eine neue Studie des Instituts für Notfallmedizin unterstreiche die Bedeutung des Hubschraubers als Rettungsmittel, da man in Gegenden mit guter Hubschrauberversorgung die Zeit von der Alarmierung bis zur Einlieferung des Patienten in eine Klinik deutlich verringern und damit auch vielen lebensbedrohlich erkrankten oder verletzten Menschen helfen kann. Mit Stolz könne Christoph 1 in München als ältester Rettungshubschrauberstandort in Deutschland in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiern.

Die Einsatzzahlen präsentierte dann Leitstellenleiter Gerhard Kleeberger von der Rettungsleitstelle Straubing. Im Jahr 2009 wurde Christoph 15 zu insgesamt 1.542 Einsätzen gerufen. Damit hebt der Hubschrauber durchschnittlich fünfmal am Tag zu Rettungseinsätzen ab. Das bedeutet trotz des bereits hohen Niveaus 2008 erneut eine Steigerung an Anforderungen. Besonders erfreulich sei die niedrige Zahl an Fehleinsätzen, die im vergangenen Jahr weiter auf konstant niedrigem Niveau gehalten werden konnte. „Damit sind wir in Bayern hinter Bayreuth und München an dritter Stelle und in Deutschland im ersten Drittel aller Rettungshubschrauber“, so Kleeberger. Die meisten Einsätze werden Aufgrund des günstigen Flugwetters im Juli und August verzeichnet. Das Einsatzgebiet des Christoph 15 erstreckt sich neben dem Nahbereich im Raum Straubing-Bogen, Deggendorf und Regen auf die weiteren Landkreise in Niederbayern und der Oberpfalz bis nach Tirschenreuth. Besonders im Bereich der ILS Landshut konnte im vergangenen Jahr ein deutlicher Zuwachs an Anforderungen für den Christoph 15 verzeichnet werden, so Kleeberger.   „Die Berechtigung für die Stationierung von Christoph 15 in unserem Rettungsdienstgebiet und insbesondere in Straubing ist mit diesen Zahlen wieder eindrucksvoll bewiesen“, betonte Landrat Alfred Reisinger. Mit dem Start für die neue Integrierte Leitstelle am 24. August diesen Jahres werden Rettungseinsätze für die 340.000 Einwohner im Verbandsgebiet des ZRF von Straubing aus koordiniert. Der Hubschrauberstandort Straubing stelle eine effektive Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger über das Verbandsgebiet hinaus sicher. Nach einer kurzen Aussprache dankte Reisinger allen, die für den reibungslosen Einsatz des Hubschraubers Sorge tragen, besonders denen, die mit der Maschine tagtäglich im Einsatz sind und wünschte Christoph 15 weiterhin ein unfallfreies Einsatzgeschehen.

 

Quelle: Landratsamt Straubing-Bogen

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